Gerade im Neuerscheinungsdienst der DNB (Heft 24, Nr. 85) entdeckt: Foucault Blank Book : Denken macht schön. Hamburg : Junius, 2009. Während es dort über den Preis heißt, er sei "in Vorbereitung", sagt mir das VLB, dass dieses Werk "kostenlos" sei! Was daran liegen muss, dass nix drin steht, wie einem die Suche auf der Webseite des Verlages zeigt. Mal sehen, ob der Link auf die Detailansicht des Buches klappt (gesucht mit der ISBN 978-3-88506-455-8). 12,90 € für 160 Seiten.
Bin mir nicht sicher, ob die Einordnung in die Kategorie "Philosophie" für ein Buch mit leeren Seiten wirklich die richtige ist...
Ach, das ist Nihilismus?
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25 Juni 2009
11 Mai 2009
Darwin und Foucault ...
zusammenzudenken scheint mir so naheliegend zu sein, dass man sich wundert, dass vorher keiner drauf gekommen ist. Denn beide blicken auf die Geschichte als planlose Veranstaltung. Philipp Sarasin, der Schweizer Historiker, legt nun das gleichnamige Buch mit dem Untertitel "Genealogie und Geschichte im Zeitalter der Biologie" vor. Die TAZ wusste schon 2007 davon und schreibt, Sarasin wolle den Einfluss des einen auf den andern "freilegen". In der FAZ veröffentlichte Petra Gehring eine skeptische Rezension.
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Darwin,
Foucault,
Geschichte
26 Juni 2006
Wie wird man Foucault?
Mit der "Soziogenese" des Philosophen beschäftigt sich José Luis Moreno Pestaña in seinem neuen Buch Convirtiéndose en Foucault, 2006 bei Montesinos erschienen. Was "convirtiéndose" ist, weiß mein Spanisch-Handwörterbuch mit seinen "190.000 Übersetzungen" nicht; das Inhaltsverzeichnis des Bandes lässt erahnen, dass Pestaña vor allem interessiert, welche äußeren Bedingungen Foucault beeinflusst haben auf seinem Weg in die Philosophie. So spielt neben der Ausbildung und dem Milieu der Kindheit die Etablierung eines bestimmten Habitus' im Sinne Bourdieus eine Rolle.
Kann leider die Qualität von Pestañas Arbeit nicht beurteilen, aber den Ansatz finde ich interessant genug, um ihn hier mitzuteilen...
Beim Googlen des Buchtitels gerade herausgefunden, dass Pestaña ein eigenes philosophisches Blog hat!
Kann leider die Qualität von Pestañas Arbeit nicht beurteilen, aber den Ansatz finde ich interessant genug, um ihn hier mitzuteilen...
Beim Googlen des Buchtitels gerade herausgefunden, dass Pestaña ein eigenes philosophisches Blog hat!
Tags:
Foucault
11 Oktober 2005
Wie Scruton Foucault liest
Roger Scruton, der streitbare -- und in einem wohlverstandenen Sinne konservative -- englische Philosoph, hat eine Abneigung gegen Michel Foucault, oder besser: gegen dessen Philosophie. In Scrutons Einführung An Intelligent Person's Guide to Philosophy, 1996 zuerst und dann in mehreren Auflagen als Taschenbuch erschienen, wird Foucault schon im Vorwort ein "fraud" genannt. Im Ganzen geht es aber mehr um Foucaults Einfluss und die Verwechslung seiner Leser -- und manch dekonstruktivistisch orientierter Philosophen -- von Tatsachen und Dingen mit den sie beschreibenden Ausdrücken.
Scrutons Einführung ist auf ihre Weise ebenso lesenswert wie die von Thomas Nagel, Was bedeutet das alles? Und Scruton beschäftigt sich auch mit Themen, die bei Nagel außen vor bleiben, z.B. Gott, Sex und Liebe, Zeit. Sein Ziel ist, Philosophie interessant zu machen, indem er zeigt, was er an ihr interessant findet. Das gelingt -- man wünscht sich eine deutsche Übersetzung!
Foucault tells us (in Les Mots et les choses (1966)) that man is a recent invention, and we are understandably startled. Does he mean there were no men around in the Middle Ages? No; he means that the concept: man -- as opposed to gentleman, soldier, serf, judge, or merchant -- has been current only since the Enlightenment. The implication, however, is that the concept creates what it describes, and that the theories of human nature which burst upon the world in the eighteenth century were theories which created the thing over which they disagreed. Until that time, there was no such thing as human nature.Das kann natürlich nicht sein. Natürlich meint auch Scruton, dass die Unterscheidung zwischen den Dingen selbst und dem, wie sie begrifflich gefasst werden, wichtig ist. Er unterscheidet zwei Formen von Konzepten oder Begriffen, nämlich solche, die die Welt erklären, und solche, die sich auf unsere Reaktion auf die Welt konzentrieren. "Fisch" z.B. ist ein erklärendes Konzept, "Ornament" ist von der zweiten Art. Mit "Fisch" klassifizieren wir Gegenstände, die aus bestimmten Gründen zusammengehören; und die Entdeckung ist möglich, dass wir uns in der Verwendung des Begriffs irren -- etwa als Wale als Säugetiere erkannt wurden. Ornamente hingegen, meint Scruton, haben vor allem gemeinsam, dass wir sie als solche gebrauchen; sie werden erst zu solchen, indem wir sie als solche begreifen. Das kann man von Fischen nicht sagen -- und ebensowenig von Menschen.
Scrutons Einführung ist auf ihre Weise ebenso lesenswert wie die von Thomas Nagel, Was bedeutet das alles? Und Scruton beschäftigt sich auch mit Themen, die bei Nagel außen vor bleiben, z.B. Gott, Sex und Liebe, Zeit. Sein Ziel ist, Philosophie interessant zu machen, indem er zeigt, was er an ihr interessant findet. Das gelingt -- man wünscht sich eine deutsche Übersetzung!
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