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11 Mai 2009
Die Turing-Tests des Internet?
Captchas sollen das tun, was auch der Turing-Test will: prüfen, ob vor dem Kommunikationsgerät ein Programm oder ein Mensch sitzt. So könnte man doch die Gemeinsamkeit auf den Punkt bringen. Allerdings gibt es einen Unterschied: die Entscheidung, ob ein Mensch oder eine Maschine die Antwort eingegeben hat, wird beim Captcha von einer Maschine getroffen. Daher muss das Captcha, scheint mir, eine sehr viel bessere Vorstellung davon haben, was eine menschliche Leistung ist. Alle Captchas, denen ich bisher begegnet bin, kranken daran, dass sie diese Leistung nur ein bisschen jenseits der Leistungsfähigkeit von Maschinen positionieren. Wenn ich zum Beispiel das Ergebnis einer Rechenaufgabe wie "8 + 10 =" eingeben soll, dann frage ich mich, wieso das SPAM-Bots nicht schaffen sollten. Auch die Blogger-Captchas vom Schlage "Welches Wort ist auf dem Bild dargestellt?: Crwjlf" sind eigentlich eine Beleidigung, da es klarerweise kein Wort ist, die Antwort "keines" aber keinen Erfolg bringt. Kreativität ist nicht gefragt, d.h. das Menschliche wird beim Captcha gerade darin gesehen, dass die Regeln besonders gut befolgt werden, ob die Antwort nun in einer Erkennungsleistung oder in der Beantwortung einer Frage / Rechenaufgabe liegt.
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Internet,
Künstliche Intelligenz
23 November 2006
Mensch gegen Maschine
Kramnik, Schachweltmeister, spielt mal wieder gegen eine Software-Hardware-Kombination: das Programm heißt Deep Fritz 10, die Hardware ist mehr als dreimal so schnell wie beim letzten Vergleich vor vier Jahren. Spiegel online kündigt das "vielleicht letzte Match" zwischen Mensch und Maschine an. Wird bald die Maschine intelligenter als der Mensch? SpOn formuliert vorsichtiger, dass der Mensch "von seinen Rechenknechten überholt" würde. Man kann aber auch sagen, dass die Maschine das tut, wofür sie programmiert ist, und zwar womöglich bald besser als irgendein Mensch -- diese Art von Überholung passiert ständig und ist nicht beunruhigend. Scheint so, dass spielerische Kreativität (= eine menschliche Eigenschaft) von Rechenkraft (= was Maschinelles) abgelöst wird. Beunruhigt das?
Mich nicht. Ich meine, dass das genau dem Charakter von Schach entspricht: ein prinzipiell berechenbares, nach genau definierten Regeln ablaufendes Geschehen.
Was ich lustig finde, ist die Vermenschlichung der Schachmaschine. SpOn formuliert, das Programm zeige sich "genervt" bei dieser oder jener Spielentwicklung. Meine Güte: woran haben die das gesehen? Wird sich Deep Fritz über seinen Sieg freuen oder über seine Niederlage ärgern?
Mich nicht. Ich meine, dass das genau dem Charakter von Schach entspricht: ein prinzipiell berechenbares, nach genau definierten Regeln ablaufendes Geschehen.
Was ich lustig finde, ist die Vermenschlichung der Schachmaschine. SpOn formuliert, das Programm zeige sich "genervt" bei dieser oder jener Spielentwicklung. Meine Güte: woran haben die das gesehen? Wird sich Deep Fritz über seinen Sieg freuen oder über seine Niederlage ärgern?
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Künstliche Intelligenz
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