blogoscoop
Posts mit dem Label Neue Datenbank werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Neue Datenbank werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

08 Mai 2009

Neues Angebot philosophischer E-Journals

George Leaman vom Philosophy Documentation Center hat mich auf deren neues Angebot Philosophyonline www.philosophyonline.org hingewiesen. Man kann sich dort ohne weiteres einen simplen Testlogin erstellen und hat dann 7 Tage Zeit das Angebot zu prüfen. Laut Testinfo soll das Volltextangebot auf 3 bestimmte Zeitschriften beschränkt sein, das war bei mir aber nicht der Fall: die Volltextsuche durchsuchte anscheinend alle im Volltext angebotenen Zeitschriften, und ich hatte auch vollen Zugriff auf jeden Artikel, der mich interessierte. Ich schrieb Leaman dazu:

I just tried your new site with the personal trial access -- I am impressed by the fastness and searchability of the presentation of content. The html view is good enough for me; the printout looks fine.

I tried to export some citations to my citation manager. I suggest that two formats should be added, RIS and BibTeX. (They are quite common.) I wondered why the URL of the available articles is not part of the exported data -- this would be an improvement.

I'm curious about pricing of the service -- do you have any plans about that? What factors will influence the cost?
Viele der Aufsätze werden nur als HTML geboten, nicht als pdf (wie man das sonst von JSTOR oder anderen kennt), aber die HTML-Präsentation ist, jedenfalls was ich gesehen habe, voll seitenkonkordant.

Das Angebot wird in Erfurt auf dem Bibliothekartag vorgestellt.

31 März 2009

Neue Datenbank: Spinoza-Bibliographie

Bin gerade erst darauf aufmerksam geworden, dass eine Spinoza-Bibliographie-Datenbank online ist, an der frommann-holzboog mitwirkt. Die Initiatoren erhoffen sich, dass die Forscher selbst fehlende Daten nachtragen bzw. melden. Gegenwärtig ca. 8.500 Titel nachgewiesen; das Ziel ist, die Literatur seit 1663 komplett nachzuweisen!

03 März 2009

Archiv für Begriffsgeschichte u.a. digital // Neue Datenbanken

Jetzt online bei Digizeitschriften:
Die Zeitschrift für philosophische Forschung, ( 1946 - 2001) war schon vorher online.



3 neue Datenbanken sind zu vermelden:
- Das Neuroethikportal der Uni Mainz mit (nach Anmeldung) editierbarer Bibliographie seit 1985.
- Les Bibliothèques Virtuelles Humanistes vom Centre d'etudes supérieures de la Renaissance
- Die Literaturdatenbank Ethik in den Wissenschaften (LEWI) mit ca. 33.000 Dokumenten vom Interfakultären Zentrum Ethik in den Wissenschaften in Tübingen

05 Februar 2009

Briefe der Aufklärung im Volltext

Sehr eindrucksvoll, was Oxford University Press da zusammen mit der Uni Oxford auf die Beine gestellt hat: E-Enlightenment ist eine Volltextdatenbank der Korrespondenz von Personen der Aufklärung. Sie basiert auf kritischen gedruckte Editionen, soll in Zukunft aber auch um Dokumente ergänzt werden, die bisher nicht gedruckt erschlossen waren. Sie enthält den entsprechenden wissenschaftlichen Kommentarapparat. Die Suchfunktionen sind ordentlich; blättern kann man nach Personen oder Dokumenten. Erwartungsgemäß ist die Abdeckung besser im englischsprachigen Bereich: keine Briefe von Lichtenberg. Aber z.B. Christian Wolff, 4 Briefe an ihn. Neulich habe ich über das Zusammentreffen von Rousseau und Hume geschrieben -- hier sind die Briefe dazu enthalten. Wie umfangreich die erhaltene Korrespondenz von Voltaire ist, wusste ich gar nicht: 15708 Briefe von ihm, 3253 an ihn. Alles durchsuchbar im Volltext.

Leider ist das ganze nicht unbedingt billig für Institutionen...

01 Februar 2009

David Chalmers und David Bourget machen der Philosophie ein Geschenk

Chalmers ist sicher einer der bekanntesten australischen Philosophen, und das liegt nicht zuletzt an seiner beeindruckenden Online-Aktivität. Nun hat er dem ganzen die Krone aufgesetzt mit http://PhilPapers.org. Das ist eine sehr umfangreiche frei zugängliche Datenbank, die online erreichbare Forschungspapiere, vor allem aus Zeitschriften, aber auch Preprints auf Servern etc., recherchierbar macht. Federführend dabei ein Doktorand von Chalmers, David Bourget, der sich um die Programmierung gekümmert hat.
Philpapers.org ist daher so gut zu nutzen, weil "online" hier großzügig definiert ist: auch Google books z.B. sind online. In der ersten Woche der Veröffentlichung sind schon über 180.000 Nachweise zu recherchieren! Philosoph(inn)en können hier übrigens auch ihre eigenen Papiere ablegen, wenn sie wollen.

Ich muss das noch eine Weile ausprobieren. Die einzige Beschränkung, die mir gleich anfangs aufgefallen ist, ist die Fixierung auf die englischsprachige Welt. Sieht daher so aus, als könnten wir mit Sophikon dazu ein Gegengewicht werden.

[Update 5.2.] Die Software, mit der philpapers auf die Beine gestellt ist, wurde von Bourget federführend mit entwickelt und nennt sich, Arbeitstitel, DIVRE, siehe hier: http://divre.org/.