"Konstellationsforschung ist eine von Dieter Henrich entwickelte Methode, in der Theorieentwicklung und kreative Impulse untersucht werden, die aus dem Zusammenwirken von unterschiedlichen Denkern in einem gemeinsamen "Denkraum" entstehen."
So leiten die Herausgeber Martin Mulsow und Marcelo Stamm in den neuen Sammelband "Konstellationsforschung" ein, der grad bei Suhrkamp als Taschenbuch erschienen ist. Was Konstellationsforschung sein soll, hatte Henrich in seinem Grundlegung aus dem Ich: Untersuchungen zur Vorgeschichte des Idealismus. Tübingen - Jena [1790- 1794] beispielhaft vorgemacht. Ich fühle mich an die Diskursanalyse einerseits, an den New Historicism andererseits erinnert. Von der Diskursanalyse unterscheidet die Konstellationsforschung das Ausgehen von Personen, vom New Historicism, dass es um Philosophie geht :-).
Der Sammelband bietet neben Anwendungsfällen auch eine Schärfung des theoretischen Programms der Konstellationsforschung: also eine willkommene Anregung dafür, was Philosophiegeschichte auch sein kann.
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03 Oktober 2005
06 September 2005
Grundzüge des Jenaer Skepticismus
Als Jena noch eine Haupststadt der deutschen Philosophie war, das waren noch Zeiten! Weil ich nicht allzuviel darüber weiß -- natürlich kennt man die großen Namen des Hegel, Fichte, Schiller und die Jenaer Romantiker --, bin ich sehr angetan von der mit zahlreichen weiteren Dokumenten und Erklärungen versehenen Wiederveröffentlichung der kleinen Schrift Grundzüge des neuesten Skepticismus (1802) von Johann Friedrich Ernst Kirsten. Das Bändchen, eine Frucht des SFB Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800, erfreut mit seiner ausführlichen historischen Einführung und dem gründlichen Kommentar. Man erfährt etwas über den historischen Ort des von Kirsten nach Schulze -- wer war das bloß? -- vertretenen Skeptizismus und seinen Beitrag zum Skeptizismus-Streit 1800-1806. Herausgegeben von Brady Bowman und Klaus Vieweg, München: Fink 2005.
Tags:
19. Jahrhundert,
Jena,
Skeptizismus
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