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28 Januar 2007

Mit Klötzchen philosophieren

Wie kommen die auf mich?
Ich erhielt per Email folgende Einladung, die ich hier weitergebe:

Please pass on our invitation to the conference and the festival to all interested parties, representatives of humanities' and artistic circles, especially the philosophers and students of philosophy, sociology, pedagogy and psychology:

- The Creatio Ex Legendo International Conference (1st -3rd of March, 2007
WARSAW)

- 'Creatio Ex Legendo' Interniational Warsaw Festival of Philosophical
Culture - (6th-12th of May, 2007 WARSAW)

We are pleased to inform you that "Creatio Ex Legendo" will be the biggest philosophical event in the world - over 120 000 guests and participants from Poland, Europe, the whole world, are expected. We do hope that representatives from Your Institution will also be present during the conference and the festival.

We are grateful for your interest in our project and for your help.
Hope to see you in Warsaw!


Mehr zum Projekt findet man auf der Webseite www.lego-logos.pl
Dort auch die Bestätigung zum Titel: der größte Philosophie-Event der Welt ist ein Spiel mit bunten Klötzchen:

Das Projekt LEGO-LOGOS passt die natürliche Spielumgebung des Kindes (hier das Spiel mit Bausteinen) an die philosophische Lehre und das Philosophieren als solches an. Den Ausgangspunkt des Unterrichts stellt die Lektüre klassischer Philosophietexte dar, die anschließend von den Teilnehmern in Bauwerke aus den Bausteinen umgewandelt werden. Die Aufgabe der Schüler ist es, das was sie aus dem vorgelesenen Text verstanden haben, aus den Bausteinen darzustellen. Eine genaue Analyse der Bauwerke und deren Vergleich mit den Texten führt die Schüler dahin, die besprochenen Texte besser zu verstehen sowie eine
selbstständige und schöpferische Vision ihrer philosophischen und künstlerischen Interpretation zu schaffen.
Unter den während des Unterrichts gelesenen Autoren befinden sich unter anderem Werke antiker Philosophen wie: Plato, Aristoteles, Cicero, Mark Aurel sowie auch späterer Autoren wie Leonardo da Vinci und Descartes. Das Hauptziel des Projektes und des Festivals ist die Förderung der philosophischen und künstlerischen Kultur in Europa sowie eine Verbesserung der Unterrichtsqualität in der Schule, vor allem durch die Weiterentwicklung der Fähigkeit des Leseverstehens, die Entwicklung der Fähigkeit zum kreativen Denken und künstlerischem Schaffen, das Entgegenwirken dem Phänomen des sekundären Analphabetismus und der Gewalt an der Schule sowie die Bildungschancengleichheit für Kinder und Jugendliche auf dem Land und in kleinen Städten sowie in den sog. unteren Gesellschaftsschichten.

Ja, Legos gehörten auch zu meiner "natürlichen Spielumgebung". Trotzdem wäre ich nie auf die Idee gekommen, "Ich denke also bin ich" in Steinchen zu setzen.

03 Dezember 2006

Kinderphilosophie in Österreich

Dass mir jemand schreibt, um einen gebrochenen Link auf sein eigenes Webangebot mitzuteilen in einem Posting, dass schon über 1 Jahr alt ist ... Also: das Österreichische Institut für Kinder- und Jugendphilosophie hat nun eine etwas eingängigere URL als vorher, und zwar www.kinderphilosophie.at. Da findet man nicht nur Informationen über die jährlich ausgerichteten Kongresse, sondern auch über die Projekte und Veranstaltungen, bekommt bibliographische Hinweise und Links auf verwandte Institutionen hier und da. Da möchte sich für Lehrer und Eltern schon was eignen!

06 Oktober 2005

Hilft Philosophie beim Lernen?

Schön wär's. Ob es so ist, das kriegen vielleicht die Gelehrten beim Internationalen Kongress für Kinderphilosophie heraus. Der findet dieses Jahr in Graz statt, vom 20.-23. Oktober. Es geht dort um die "philosophischen Grundlagen innovativen Lernens".
Ich frage mich, wie überhaupt innovativ gelernt werden kann, oder anders: ob die Begriffe "innovativ" und "lernen" auf diese Weise miteinander kombiniert werden können. Schließlich hat Lernen per definitionem mit dem zu tun, was man noch nicht weiß oder kann, Innovation aber eher mit etwas, das schon da ist und verbessert wird. Ist "innovatives Lernen" eine Verbesserung des Standardlernens? Haben wir denn davon einen klaren Begriff?
Oder geht es um die Lehre?
Aber halten wir uns nicht mit Kleinigkeiten auf; Innovation ist doch immer gut, oder?

[Update 4.12.2006] Übrigens hat die Kinderphilosophie in Österreich jetzt eine eigene Webseite www.kinderphilosophie.at. Ich setzte den Link mal im Vertrauen darauf, dass er funktionieren wird (gegenwärtig tut er es nämlich nicht). Dank jedenfalls an die Österreichische Gesellschaft für Kinderphilosophie, die sich die Mühe gemacht hat, mir diese neue WebAdresse extra mitzuteilen!