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23 Mai 2007
"Unaussprechlich spannend"
Was kann unaussprechlich spannend sein? Kino? Beziehungskisten? Ach nö: für den Grünen Omid Nouripour ist es die "Französische Phänomenologie"! (via taz) Was das bedeutet, kann man wohl aus dem davor in der Selbstdarstellung Nouripours stehenden Satz schließen, nämlich: "Lektüre von Philosophie beschäftigt mich seit Kindesbeinen". Ist das nun sympathisch, weil "Philosophie" per se gut ist? Oder streberhaft, weil Philosophie per se schlau ist? Oder oberflächlich, weil hier zu wenig darüber steht, was er da eigentlich gelesen hat? Nouripour setzt sogar zwei Links zur Phänomenologie, denen allerdings irgendwie der Fokus aufs Französische verlorenging. Na, das sehen wir nicht so eng. Für einen Europapolitiker vereint die "Französische Phänomenologie" als Steckenpferd jedenfalls zwei wichtige Eigenschaften, die bestimmt bei Wählern gut ankommen: 1. sie ist kontinental (wider den amerikanischen Imperialismus!), 2. sie ist international (wider die deutsche Beschränktheit!).
Tags:
Phänomenologie,
Politiker
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