meinte Norman Kretzmann in einem Aufsatz Omniscience and immutability im Journal of Philosophy 63 (1966) 14, 409-421. Und zwar aus logischen Gründen. Ich weiß nicht, ob diese Art der Begründung in der Religionsphilosophie mal Beachtung gefunden hat, aber ich fand sie ganz bemerkenswert. Das Argument geht so:
Gott ist allwissend, also weiß er auch immer, welche Zeit gerade ist. Ein Wesen, das immer weiß, welche Zeit gerade ist, ist nicht unwandelbar, denn: es weiß zu jedem Zeitpunkt etwas anderes, und etwas anderes zu wissen heißt, in einem anderen Zustand zu sein.
Hector-Neri Castaneda hat diese Argumentation ein Jahr später (S. 203-210, 1967) weiter ausgebaut, unter anderem mit der These, dass ein allwissendes Wesen, dass unwandelbar wäre, nicht allmächtig sein könnte, weil es keine "indexical propositions" formulieren könnte.
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29 Januar 2007
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