Grün markiert ist die Sacherschließung aus den englischen Fremddaten, womöglich Library of Congress. Rot meine. Wenn man nämlich den Aleph-Index der Schlagworte aufblättert, findet man, dass es zwei Alcibiadesse gibt, die beide dem Corpus Platonicum zugehören, wobei die Echtheit des ersten umstritten sei und die des zweiten nicht: der sei unstrittig falsch. Wie kommen die Kollegen auf Alcibiades 2? Das Inhaltsverzeichnis des Buches sagt nämlich, es ginge um den Alcibiades 1. Könnte natürlich sein, dass sich die Benennungsweisen unterscheiden, und dass in den USA der Alc2 Alc1 genannt wird und umgekehrt. Nur diskutiert das Werk auch die Frage der Echtheit, was mir auch nur zum Status "umstritten" zu passen scheint. Der Autor ist übrigens der Meinung, dass mehr für die Echtheit als dagegen spricht, auch wenn sich das nicht endgültig entscheiden lassen wird. Ohnehin findet er aber, dass der Dialog Aufmerksamkeit wegen seines philosophischen Gehalts verdient, ganz unabhängig davon, aus welcher Feder er stammt. (Feder? Schrieb Platon mit einer Feder?)
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11 Februar 2009
Verwirrende Sacherschließung
Hier, so sieht ein Datensatz im Bayerischen Aleph-Verbundsystem aus, den ich gerade erschließe:

Grün markiert ist die Sacherschließung aus den englischen Fremddaten, womöglich Library of Congress. Rot meine. Wenn man nämlich den Aleph-Index der Schlagworte aufblättert, findet man, dass es zwei Alcibiadesse gibt, die beide dem Corpus Platonicum zugehören, wobei die Echtheit des ersten umstritten sei und die des zweiten nicht: der sei unstrittig falsch. Wie kommen die Kollegen auf Alcibiades 2? Das Inhaltsverzeichnis des Buches sagt nämlich, es ginge um den Alcibiades 1. Könnte natürlich sein, dass sich die Benennungsweisen unterscheiden, und dass in den USA der Alc2 Alc1 genannt wird und umgekehrt. Nur diskutiert das Werk auch die Frage der Echtheit, was mir auch nur zum Status "umstritten" zu passen scheint. Der Autor ist übrigens der Meinung, dass mehr für die Echtheit als dagegen spricht, auch wenn sich das nicht endgültig entscheiden lassen wird. Ohnehin findet er aber, dass der Dialog Aufmerksamkeit wegen seines philosophischen Gehalts verdient, ganz unabhängig davon, aus welcher Feder er stammt. (Feder? Schrieb Platon mit einer Feder?)
Grün markiert ist die Sacherschließung aus den englischen Fremddaten, womöglich Library of Congress. Rot meine. Wenn man nämlich den Aleph-Index der Schlagworte aufblättert, findet man, dass es zwei Alcibiadesse gibt, die beide dem Corpus Platonicum zugehören, wobei die Echtheit des ersten umstritten sei und die des zweiten nicht: der sei unstrittig falsch. Wie kommen die Kollegen auf Alcibiades 2? Das Inhaltsverzeichnis des Buches sagt nämlich, es ginge um den Alcibiades 1. Könnte natürlich sein, dass sich die Benennungsweisen unterscheiden, und dass in den USA der Alc2 Alc1 genannt wird und umgekehrt. Nur diskutiert das Werk auch die Frage der Echtheit, was mir auch nur zum Status "umstritten" zu passen scheint. Der Autor ist übrigens der Meinung, dass mehr für die Echtheit als dagegen spricht, auch wenn sich das nicht endgültig entscheiden lassen wird. Ohnehin findet er aber, dass der Dialog Aufmerksamkeit wegen seines philosophischen Gehalts verdient, ganz unabhängig davon, aus welcher Feder er stammt. (Feder? Schrieb Platon mit einer Feder?)
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Platon,
Sacherschließung
13 Januar 2009
Kann eine Klassifikation falsch sein?
Zu meinen Aufgaben in der Sacherschließung gehört, dass ich RVK-Notationen vergebe, für jedes Buch. Da wir in Erlangen die Notation kaum zur Ordnung der Aufstellung nutzen -- Magazinbibliothek --, hat für mich die Notation reinen Sacherschließungscharakter. Daher habe ich z.B. kein Problem damit, einem Titel mehrere Notationen zu verpassen. Und daher habe ich auch kein Problem damit, eine bereits vorhandene Notation zu ändern, wenn ich meine, dass eine andere besser passt. Weil das nicht zur Folge hat, dass wir auch die Signatur ändern müssten.
Nun habe ich im Referendariat gelernt, dass man als Fachreferent die Sacherschließung der andern am besten in Ruhe lässt, und zwar a) weil man dann Zeit spart, und b) weil die andern sich bestimmt was dabei gedacht haben. Allerdings habe ich auch gelernt, dass es hin und wieder vorkommt, dass da schlicht was falsch ist. Das kann banale Gründe haben. Hin und wieder treffe ich auf Schlagworte, die ich nur mit einem Computerfehler (vielleicht der Update-Routine der DNB oder einer Datenübernahme in den Bayerischen Verbund) erklären kann, weil sie dermaßen offensichtlich neben der vorliegenden Publikation liegen. Erinnerlich ist mir ein allgemeiner Aufsatzband zur politischen Philosophie, der durch einige geographische und historische Schlagworte erschlossen wurde. Die entferne ich ohne Gewissensbisse. Bei Schlagwortketten füge ich ansonsten lieber eine weitere hinzu, statt etwas zu löschen. Aber wie ist es mit der klassifikatorischen Erschließung?
Konkret habe ich hier ein Buch über Jan Patočka, das mit der Notation CI 7800 versehen wurde. Die Notation bedeutet: Philosophie seit 1900, regional: "Andere Länder". Das ist die "Sonstiges"-Klassifikation. Da Patočka Tscheche ist, hätte ich ihn in CI 7400 getan, das ist "Russland, ehem. Sowjetunion und slaw. Sprachraum". Durch die Diskrepanz ging mir auf, dass ich gar nicht weiß, ob tschechisch eine slawische Sprache ist. Aber wenn es eine ist, dann ist doch wohl die Notation CI 7800 definitiv falsch?
Wikipedia meint: Tschechisch ist eine westslawische Sprache. Hab also die Notation geändert.
Nun habe ich im Referendariat gelernt, dass man als Fachreferent die Sacherschließung der andern am besten in Ruhe lässt, und zwar a) weil man dann Zeit spart, und b) weil die andern sich bestimmt was dabei gedacht haben. Allerdings habe ich auch gelernt, dass es hin und wieder vorkommt, dass da schlicht was falsch ist. Das kann banale Gründe haben. Hin und wieder treffe ich auf Schlagworte, die ich nur mit einem Computerfehler (vielleicht der Update-Routine der DNB oder einer Datenübernahme in den Bayerischen Verbund) erklären kann, weil sie dermaßen offensichtlich neben der vorliegenden Publikation liegen. Erinnerlich ist mir ein allgemeiner Aufsatzband zur politischen Philosophie, der durch einige geographische und historische Schlagworte erschlossen wurde. Die entferne ich ohne Gewissensbisse. Bei Schlagwortketten füge ich ansonsten lieber eine weitere hinzu, statt etwas zu löschen. Aber wie ist es mit der klassifikatorischen Erschließung?
Konkret habe ich hier ein Buch über Jan Patočka, das mit der Notation CI 7800 versehen wurde. Die Notation bedeutet: Philosophie seit 1900, regional: "Andere Länder". Das ist die "Sonstiges"-Klassifikation. Da Patočka Tscheche ist, hätte ich ihn in CI 7400 getan, das ist "Russland, ehem. Sowjetunion und slaw. Sprachraum". Durch die Diskrepanz ging mir auf, dass ich gar nicht weiß, ob tschechisch eine slawische Sprache ist. Aber wenn es eine ist, dann ist doch wohl die Notation CI 7800 definitiv falsch?
Wikipedia meint: Tschechisch ist eine westslawische Sprache. Hab also die Notation geändert.
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Bibliothek,
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Sacherschließung
22 April 2008
Ich hasse die SWD
Die SWD ist ein Graus: man kann sie im Zweifel nicht vernünftig benutzen, weil sie in der Regel keine Definitionen enthält, sondern nur einen Verweis auf die Quelle des Begriffs. Das ist ja dann kein Problem, wenn die Definition aus dem Brockhaus oder Meyer stammt, weil man annehmen kann, dass es da eine gewisse Konstanz zu den inzwischen online verfügbaren Versionen gibt. Aber was macht man bitte mit einer Verschlagwortung "Weltproblematik", für das als Quelle angegeben ist "Pipers W. Pol. Bd. 5 unter Globalmodelle"? Hin und wieder geben einem die Synonyme oder Verwandte Begriffe / Oberbegriffe einen Hinweis darauf, wie der Begriff gemeint ist. Da haben wir hier: "Menschheitsproblem", "Weltproblem". Ist mir keine Hilfe. Natürlich stammt das Schlagwort zu dem Buch (übrigens Woher? Wohin? Was tun? von Klaus-Peter Dahm) von der DNB, aber meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass man die Verschlagwortung der DNB besser nicht betrachtet, als habe sie "Normdatencharakter". (Das hat Klaus Haller allen Ernstes im Unterricht an der Bayerischen Bibliotheksschule seinerzeit vorgeschlagen.)
Naja, vielleicht bedeutet das Wort einfach, dass es in dem Buch um "Alles" geht. Dann wäre es Metaphysik.
Wer hat noch gesagt: "Die Frage der Metaphysik ist ganz einfach: Was ist? Und die Antwort ist sogar noch einfacher: "Alles."
Naja, vielleicht bedeutet das Wort einfach, dass es in dem Buch um "Alles" geht. Dann wäre es Metaphysik.
Wer hat noch gesagt: "Die Frage der Metaphysik ist ganz einfach: Was ist? Und die Antwort ist sogar noch einfacher: "Alles."
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Sacherschließung,
SWD
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