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16 April 2009

Schopenhauer-Kierkegaard-Symposion in Kopenhagen

und zwar am 24.-26. April 2009, im Kierkegaard Research Centre, Kopenhagen, Vartov, Farvergade 27. Programm hier. Vielleicht ein bisschen kurzfristig, die Einladung :-). Für die Teilnahme am Essaywettbewerb der Gesellschaft reicht's aber noch; 1.500,- € Preisgeld für die besten 20 oder weniger Seiten zum Thema "Schopenhauers Einfluss auf die bildenden Künste", bis zum 30. September 2009. Hinweise auf der gleichen oben verlinkten Seite der Schopenhauer-Gesellschaft.

07 April 2009

Kongresse

Auf idw gesehen: Die GAP weist nochmal auf ihren Kongress im September hin; er hat eine eigene Webseite (www.gap7.de) mit der Möglichkeit der Online-Anmeldung.

In Oslo kann man im August nächsten Jahres über die Philosophie der Computerspiele nachdenken: www.gamesphilosophy.org. Call for papers läuft noch bis zum 1. Juni.

28 Januar 2007

Mit Klötzchen philosophieren

Wie kommen die auf mich?
Ich erhielt per Email folgende Einladung, die ich hier weitergebe:

Please pass on our invitation to the conference and the festival to all interested parties, representatives of humanities' and artistic circles, especially the philosophers and students of philosophy, sociology, pedagogy and psychology:

- The Creatio Ex Legendo International Conference (1st -3rd of March, 2007
WARSAW)

- 'Creatio Ex Legendo' Interniational Warsaw Festival of Philosophical
Culture - (6th-12th of May, 2007 WARSAW)

We are pleased to inform you that "Creatio Ex Legendo" will be the biggest philosophical event in the world - over 120 000 guests and participants from Poland, Europe, the whole world, are expected. We do hope that representatives from Your Institution will also be present during the conference and the festival.

We are grateful for your interest in our project and for your help.
Hope to see you in Warsaw!


Mehr zum Projekt findet man auf der Webseite www.lego-logos.pl
Dort auch die Bestätigung zum Titel: der größte Philosophie-Event der Welt ist ein Spiel mit bunten Klötzchen:

Das Projekt LEGO-LOGOS passt die natürliche Spielumgebung des Kindes (hier das Spiel mit Bausteinen) an die philosophische Lehre und das Philosophieren als solches an. Den Ausgangspunkt des Unterrichts stellt die Lektüre klassischer Philosophietexte dar, die anschließend von den Teilnehmern in Bauwerke aus den Bausteinen umgewandelt werden. Die Aufgabe der Schüler ist es, das was sie aus dem vorgelesenen Text verstanden haben, aus den Bausteinen darzustellen. Eine genaue Analyse der Bauwerke und deren Vergleich mit den Texten führt die Schüler dahin, die besprochenen Texte besser zu verstehen sowie eine
selbstständige und schöpferische Vision ihrer philosophischen und künstlerischen Interpretation zu schaffen.
Unter den während des Unterrichts gelesenen Autoren befinden sich unter anderem Werke antiker Philosophen wie: Plato, Aristoteles, Cicero, Mark Aurel sowie auch späterer Autoren wie Leonardo da Vinci und Descartes. Das Hauptziel des Projektes und des Festivals ist die Förderung der philosophischen und künstlerischen Kultur in Europa sowie eine Verbesserung der Unterrichtsqualität in der Schule, vor allem durch die Weiterentwicklung der Fähigkeit des Leseverstehens, die Entwicklung der Fähigkeit zum kreativen Denken und künstlerischem Schaffen, das Entgegenwirken dem Phänomen des sekundären Analphabetismus und der Gewalt an der Schule sowie die Bildungschancengleichheit für Kinder und Jugendliche auf dem Land und in kleinen Städten sowie in den sog. unteren Gesellschaftsschichten.

Ja, Legos gehörten auch zu meiner "natürlichen Spielumgebung". Trotzdem wäre ich nie auf die Idee gekommen, "Ich denke also bin ich" in Steinchen zu setzen.

07 September 2006

Das dickste Buch des Jahres

Gute Chancen hat, meine ich, der von Günter Abel herausgegebene Kongressband Kreativität. Der Wälzer aus dem Meiner-Verlag hat 1292 gezählte Seiten plus XIV für das Inhaltsverzeichnis. Man findet darin ein paar alte Bekannte mit ihren Lieblingsthemen, so z.B. Gottfried Seebaß wieder einmal zu einem Thema aus dem Bereich Willensfreiheit und Determinismus ("Determinismus und normative Kontrolle", S. 691ff), oder Jean Grondin über Hermeneutik ("Gadamers ungewisses Erbe", S. 205ff). Ein paar englischsprachige Aufsätze sind dabei, darunter "Perceptual objectivity" von Tyler Burge. Und ein paar, die richtig echt was mit Kreativität zu tun haben, wie Henrik Walters "Kann die Neurowissenschaft Kreativität erklären?" (S. 595ff) oder die Beiträge des Kolloquiums über Kreativität im interkulturellen Vergleich. Auffällig, dass kein Beitrag, nach den Titeln zu urteilen, sich mit negativer Kreativität, z.B. sogenannter "moralischer Kreativität" befasst. Vielleicht geschah das in den Sektionsbeiträgen. Die sind gesondert in zwei Bänden mit zusammen 1900 Seiten erschienen, die auch vom Meiner-Verlag vertrieben werden. Man möchte Abel als Herausgeber bitten, diesen von ihm sogenannten "kompakten Beitrag der Philosophie zur Frage der Kreativität" doch einmal noch etwas kompakter auf, sagen wir, 5 Zeilen zusammenzufassen.

Der Preis von 128,- € macht das Werk zu einem echten Bibliotheksbuch, aber immerhin werden ja die vielleicht 100 Autoren ihr Belegexemplar schon haben, da ist ja ein Viertel (?) der Auflage bereits verteilt :-). Schade, dass der Verlag kein Inhaltsverzeichnis auf seinen Webseiten anbietet, auch der Uni-Verlag der TU Berlin tut's nicht.

02 August 2006

Computer und Philosophie

North American Computing and Philosophy Conference, August 10-12, 2006

For more information about The International Association for Computing and Philosophy and its conferences, please visit http://www.iacap.org.

To view information and video from last year's North American Computing and Philosophy conference, please visit http://oregonstate.edu/groups/cap/2005/program.html.

06 Oktober 2005

Hilft Philosophie beim Lernen?

Schön wär's. Ob es so ist, das kriegen vielleicht die Gelehrten beim Internationalen Kongress für Kinderphilosophie heraus. Der findet dieses Jahr in Graz statt, vom 20.-23. Oktober. Es geht dort um die "philosophischen Grundlagen innovativen Lernens".
Ich frage mich, wie überhaupt innovativ gelernt werden kann, oder anders: ob die Begriffe "innovativ" und "lernen" auf diese Weise miteinander kombiniert werden können. Schließlich hat Lernen per definitionem mit dem zu tun, was man noch nicht weiß oder kann, Innovation aber eher mit etwas, das schon da ist und verbessert wird. Ist "innovatives Lernen" eine Verbesserung des Standardlernens? Haben wir denn davon einen klaren Begriff?
Oder geht es um die Lehre?
Aber halten wir uns nicht mit Kleinigkeiten auf; Innovation ist doch immer gut, oder?

[Update 4.12.2006] Übrigens hat die Kinderphilosophie in Österreich jetzt eine eigene Webseite www.kinderphilosophie.at. Ich setzte den Link mal im Vertrauen darauf, dass er funktionieren wird (gegenwärtig tut er es nämlich nicht). Dank jedenfalls an die Österreichische Gesellschaft für Kinderphilosophie, die sich die Mühe gemacht hat, mir diese neue WebAdresse extra mitzuteilen!

28 September 2005

Computer und Philosophie -- Konferenz 2006 in Trondheim

Dafür gibt's eine Gesellschaft (IACAP), die eine europäische Sektion hat, die eine Konferenz organisiert, und zwar im Juni 2006, in Trondheim. Gerade läuft der Call for papers. Näheres dazu auf deren Seiten.
Übrigens gibt es eine Webseite, die sich nur dem Verzeichnen von Calls for papers widmet: papersinvited.com. Für die Einzeldisziplinen vielleicht nicht allzu hilfreich: aber für's Interdisziplinäre.

19 September 2005

Kreativer Kongress, 26.-30.9. in Berlin

In ein paar Tagen (26.9.) beginnt der 20. "Deutsche Kongress für Philosophie" an der TU Berlin. Also auf! Unter "Kreativität" lässt sich schon so einiges summieren. Die Sektion 5 widmet sich etwa dem Thema "Verstehen und Erfinden - die Kreation von Sinn als hermeneutisches Problem". Bei solchem Sprachgebrauch liegt es nahe, den Autor als 'Gott' seines Textes zu denken.
Spannend finde ich ein paar der Fragen, die wirklich dem Thema Kreativität gelten. Ist Kreativität mit einem deterministischen Weltbild vereinbar? (Sektionen 13 und 15 I). Was gilt als kreativ, wann ist etwas neu? (Sektion 11) Der Frage, ob Computer kreativ sein können, widmet sich neben einer Sektion auch ein Kolloquium, der Untertitel: "Möglichkeiten und Grenzen des Computermodells des Geistes". Geht also eigentlich um uns, nicht um die blechernen Geschwister. Für mich stellt sich da die Frage, ob Kreativität die Fähigkeit ist, etwas Unvorhergesehenes zu schaffen, oder die, etwas Unvorhersehbares. Und wie würde man den Unterschied erkennen? Hoffen wir, dass es originelle Gedanken zu hören (und später zu lesen) gibt.
Der öffentliche Festvortrag am Dienstagabend wird übrigens von John Searle kommen: "What is Language?" Damit beschäftigt sich Searle schon seit seinen philosophischen Anfängen, er kennt sich aus!