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04 März 2007

Philosophen mit Literaturnobelpreis

Im vorherigen Posting hätte beinahe gestanden, dass Kazantzakis Literaturnobelpreisträger war, daran meinte ich mich nämlich zu erinnern. Das scheint aber nicht zu stimmen, glaube ich der Wikipedia-Liste. Dafür fielen mir dort zwei deutschbeflaggte Herren auf, die mir als Preisträger noch nicht geläufig waren: Paul Heyse (1910, naja) und Rudolf Eucken (1908). Und letzterer ist ein nicht ganz unbekannter, auch nicht wirklich bekannter, Philosoph. Eucken setzt damit die Tradition Mommsens fort, der als zweiter überhaupt, 1902, den Preis bekommen hatte, u.a. für seine Römische Geschichte: dass Wissenschaftler für wissenschaftliche Prosa mit einem Literaturpreis ausgezeichnet werden. Ich möchte noch anmerken: so ein erfolgreiches Jahrzehnt gab es natürlich nie wieder für die deutsche Literatur. :-)

Gibt's noch mehr Philosophen unter den Preisträgern? Jawollja, da muss einem natürlich Lord Russell (1950) einfallen: gelobt als "Vorkämpfer der Humanität", und die beiden Franzosen, Camus (1957) und Sartre (1964), wobei Sartre den Preis nicht annahm. In Wikipedia ist auch Henri Bergson (1927) aufgeführt: trägt seine Ideen so sprachmächtig vor. (Auf den wär ich nie gekommen.)

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